Selbstständig im Alter

Selbstständig im Alter

Möglichst lange den Alltag ohne fremde Hilfe bewältigen, am liebsten noch in den eigenen vier Wänden – wer wünscht sich das nicht? Solange man körperlich und geistig fit und gesund ist, kein Problem. Doch was ist, wenn der Weg zum nächsten Supermarkt oder auch nur die tägliche Körperpflege immer schwerer fallen?

Auch dann ist es möglich, sich den meisten Anforderungen des täglichen Lebens erfolgreich zu stellen und noch lange die Sicherheit und Geborgenheit der vertrauten Umgebung zu genießen. Gerade in den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von Produkten (weiter-)entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten sind und sie in zahlreichen Lebensbereichen unterstützen.

Rollator

Mittlerweile millionenfach verkauft, ist der Rollator aus unserem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Senioren gehen ohne ihren rollenden Begleiter gar nicht mehr aus dem Haus. Denn die Gehhilfe gibt sicheren Halt und Stütze. In den integrierten Körben oder Taschen können die Einkäufe bequem verstaut werden. Und selbst für den Regenschirm oder den Gehstock ist eine Befestigungsmöglichkeit vorgesehen. Besonders praktisch: Eine Sitzfläche, mit der das „Gehwägelchen“ zur Sitzgelegenheit umfunktioniert werden kann. Älter werden, selbstständig bleiben
Seit rund zwanzig Jahren ist der Rollator nun bei uns auf dem Markt. Viel Zeit, um an Funktionalität und Komfort immer weiter zu feilen. So ist die Mehrzahl der Modelle heute klappbar und
kann platzsparend im Auto, im Treppenhaus oder in der Wohnung verstaut werden. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich die Leichtgewicht-Modelle. Sie bringen kaum mehr als fünf Kilogramm auf die Waage und selbst die sonst häufig gemiedenen „Hindernisse“ wie Bordsteine oder Stufen können damit spielend bewältigt werden. Ein weiteres Plus: Je leichter der Rollator, desto  einfacher ist auch dessen Transport, zum Beispiel auf Reisen.

Hilfen für Bad und Toilette

Duschen oder Baden – was gemeinhin als angenehm und entspannend empfunden wird – kann mitunter zur Qual werden: Die Kräfte reichen nicht aus, um längere Zeit unter der Dusche
zu stehen. Und den Einstieg in die Badewanne schafft man schon lange nicht mehr alleine. Dennoch: Regelmäßige Körperpflege muss sein, nicht nur aus hygienischen Gründen. Sauber und gepflegt zu sein bedeutet auch ein Stück Lebensqualität. Für Sicherheit und Komfort unter der Brause sorgen spezielle Hocker oder Stühle. Sie werden einfach in die Duschwanne gestellt und bieten dort eine rutschfeste Sitzgelegenheit. Ebenso einfallsreich zeigen sich die Hersteller von hilfreichen Produkten für die Badewanne. Die Palette der großen und kleinen Helfer reicht vom einfachen, aber absolut rutschfesten Hocker für den bequemen Einstieg über ergonomisch geformte Handgriffe bis zu komplexen Wannenliftern für Menschen mit starken Einschränkungen in der
Beweglichkeit. Wer den „kleinen“ Unterschied zu schätzen gelernt hat, will ihn nicht mehr missen: Eine Erhöhung des Toilettensitzes um nur wenige Zentimeter erleichtert das Hinsetzen und Aufstehen ungemein. Denn gerade das Bücken fällt vielen älteren Menschen schwer.

Bälle, Bänder & Co.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich im Alter fit und beweglich zu halten, Motorik und Sensorik zu verbessern – sei es im Verein, im Fitness-Studio, in einer Seniorengruppe oder zu Hause.
Und wer regelmäßig etwas für seinen Körper tut, der weiß: Auch Geist und Seele profitieren von einem auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmten Fitnessprogramm. Das Angebot an Produkten zur Durchführung verschiedenster Übungen ist enorm. Hier eine kleine Auswahl an „Fitnessgeräten“, die den Geldbeutel nicht übermäßig belasten: Igelbälle, auch Massage-Igel oder Noppenbälle
genannt, werden auf der Hand, dem Fuß, und überall dort, wo es gut tut, sanft hin und her gerollt. Hierdurch werden die Reflexzonen angeregt und die Beweglichkeit der Finger trainiert. Bei regelmäßiger Anwendung werden Verspannungen gelöst, die Muskulatur gestärkt und die Durchblutung gefördert. In angenehmer Atmosphäre und ohne Hektik durchgeführt, dient die Massage auch dem Stressabbau. Nicht nur Senioren schätzen die kleinen farbigen Silikonbälle, die im Fachjargon Handtrainer heißen. Sachgerecht angewandt, stärken sie die Muskulatur, verbessern Geschicklichkeit und Motorik und fördern die Durchblutung der Hand. Auch für Menschen, die an Arthritis, Überlastungserscheinungen oder Stress leiden sowie als Element der Schlaganfall-
Therapie empfiehlt sich dieses Trainingsgerät für die Jackentasche, das erhitzt oder gekühlt werden kann und so auch für die Wärme- und Kälteanwendung einsetzbar ist. Auf den ersten Blick ist es nur ein breites Band aus Latex. Doch die Anwendungsmöglichkeiten des Thera-Bandes, einem der am meisten verbreiteten Sportgeräte überhaupt, sind nahezu unbegrenzt. Sowohl im Sport als auch in der Rehabilitation gibt es eine Vielzahl von Übungen zur Steigerung von Kraft, funktionellen Fähigkeiten und Flexibilität.